Studio Woche 2
2. Woche
Ja, die Dudelsäcke sind etwas aufwendiger. Da wir ja bekanntlich kein Autotune (ein kleines Zauberprogramm was aus schlecht gestimmten Dudelsäcken wieder gut gestimmte macht) für unsere Sackstimmen benutzen dauert das sowieso immer etwas länger, aber diesmal müssen auch nun ein paar Overdubspuren mehr eingespielt werden. Das ist ein wenig Arbeit, aber es klingt jetzt schon richtig gut und so langsam kann man erkennen was es werden soll, wenn wir fertig sind.
Aufgrund von nieder gebrochenen Verbindungen in die nahen Grenzlande und des Verlustes eines bis dahin verlässlichen Vertriebspartners in der direkten Nähe zum Studio erleiden wir gerade eine starke Joopie-Hunger-Periode. Als uns der Hunger dann in eine dem Studio durchaus nahe gelegene Frittenbude führt fallen uns die Augen aus: Die haben Joopie-Soße im Angebot und das in rauen Mengen. Schnell wird mit dem Besitzer ein Deal gemacht um an das köstliche, golden-zähflüssige Lebenselixier zu kommen, welches es vermag, selbst aus den ungenießbarsten Sachen schmackhafte Nahrungsgrundlagen zu erschaffen.
Zusätzlich trauen wir unseren Augen kaum als wir sehen was die kleine Frittenbude anbietet. Geschenkgutscheine für ein Essen dort. Okay, mag sein das sie Joopie-Soße haben, aber es ist und bleibt ne kleine Frittenbude. Der Witz der sich um die verschiedensten Vorstellungen dreht, den Liebsten der Familie zu Weihnachten einen Frittenbudengutschein unter den Tannenbaum zu legen, erschöpft sich nur schwerlich.
Wir haben auch eine neue Droge fürs Studio entdeckt. In der Metro gibt es nun Power-Up (ein RedBull-Klon) Palettenweise. Nach eindeutig übermäßigem Genuss eben jenes Getränkes verwandelte sich Hagen Sturmwut gar selbst in den Taurinischen König.
Am Ende der Woche (manche Leute nennen es auch Wochenende), fiel dann Magnus bei uns ein, der samt Klimbimmsell und Dudelflötenzeuchs das Ende der Aufnahmen einläutete. Das gelang schließlich nicht zuletzt aufgrund von hervorragenden Esstechnischen Erfindungen, wie dem Fleischtopf, einem Topf voller Fleisch, gewürzt mit Fleisch und überbacken mit Fleisch… und ein wenig Käse… aber vor allen Dingen Fleisch. Wahrscheinlich war es der Abgang des Fleischs auf Fleisch mit einer Soße aus Fleisch an einer Fleischbrühe im Fleisch Mantel überbacken, der dafür sorgte, dass wir uns am Sonntag mit quälendem Dudelflötenzeuchs herumärgerten bis wir schließlich fertig waren.
Dann hieß es: FREI!
Ja, unglaublich aber war, nach zwei Wochen im Studio geht es wieder ab in die Heimische Kamenate. Am nächsten Wochenende ist dann Treffen zum Rehearing und zur „Ich-will-da-aber-noch-ne-Kleinigkeit-drin-aufnehmen“-Session.
Bis dahin, haltet die Ohren steif,
Arach

